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Neuigkeiten & Veranstaltungen

Neue Möglichkeiten für Eltern von älteren Kindern und Jugendlichen auf YouTube

  • Von James Beser
  • Product Director für YouTube Kids
  • 24.Feb.2021
Neue Möglichkeiten für Eltern von älteren Kindern und Jugendlichen auf YouTube
Ein weiterer Schritt in unseren Bemühungen, Familien bei der Nutzung von YouTube zu unterstützen
YouTube unter Elternaufsicht - die neue Funktion

Die jetzige Generation von älteren Kindern und Jugendlichen ist online groß geworden. Deshalb ist das Internet auch der Ort, den sie aufsuchen, um zu lernen, zu lachen und sich mit anderen auszutauschen. Jede Familie nutzt Technologien und das Internet anders und hat unterschiedliche Grundregeln für den Umgang mit digitalen Medien. Wir haben im Laufe der letzten Jahre viel in den Schutz von Familien und Kindern auf YouTube investiert. So haben wir beispielsweise eine App speziell für Kinder eingeführt, die ihre Privatsphäre besser schützt, Funktionen einschränkt und Altersbeschränkungen verbessert. Heute informieren wir dich über eine neue Möglichkeit für Eltern, die finden, dass ihre älteren Kinder und Jugendlichen bereit sind, YouTube über ein gemeinsam verwaltetes Konto zu entdecken. 


YouTube mit Elternaufsicht

YouTube war von Anfang an eine Plattform für Nutzer über 13 Jahre. Deshalb empfehlen wir Eltern schon immer, Kinder nicht unbeaufsichtigt auf YouTube Videos ansehen zu lassen. 2015 haben wir YouTube Kids eingeführt. Auf dieser Plattform können Kinder spannende Inhalte in einer sichereren Umgebung entdecken, die verschiedene Jugendschutzeinstellungen bietet. Seitdem haben wir jedoch von Eltern und älteren Kindern die Rückmeldung bekommen, dass ältere Kinder und Jugendliche unterschiedliche Bedürfnisse haben, die unsere Produkte nicht vollständig erfüllen. Wenn Kinder älter werden, wächst auch ihre Neugier und das Bedürfnis nach Unabhängigkeit und neuen Möglichkeiten zu lernen, kreativ zu werden und dazuzugehören.

 

Im letzten Jahr haben wir uns mit Eltern und Experten aus der ganzen Welt über Themen wie Schutz von Kindern, Kindesentwicklung und digitale Kompetenz ausgetauscht, um eine Lösung für Eltern von älteren Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. In den kommenden Monaten führen wir die Betaversion einer neuen Option für Eltern ein, mit der ihre Kinder über ein Google-Konto mit Elternaufsicht auf YouTube zugreifen können. Dieses Konto mit Elternaufsicht umfasst Inhaltseinstellungen und eingeschränkte Funktionen für ältere Kinder und Jugendliche. Es wird zunächst eine erste Betaversion geben, die Familien testen und bewerten können, während wir weiter an der Entwicklung und Verbesserung des Produkts arbeiten.

 

Inhaltsoptionen für Eltern auf YouTube

Wir wissen, dass es verschiedene Erziehungsstile gibt und dass jedes Kind einzigartig ist und sich in seinem eigenen Tempo entwickelt. Deshalb können Eltern auf YouTube aus drei verschiedenen Inhaltseinstellungen wählen.

 

  • Entdecken: Für Kinder, die aus den YouTube Kids-Schuhen herausgewachsen und bereit sind, Inhalte auf YouTube zu entdecken, hält diese Einstellung eine große Auswahl an Videos bereit, die grundsätzlich für Kinder ab 9 Jahren geeignet sind, darunter Vlogs, Tutorials, Gamingvideos, Musikclips, Nachrichten, Lerninhalte und mehr.
  • Mehr entdecken: Mit Inhalten, die grundsätzlich für Kinder ab 13 Jahren geeignet sind, umfasst diese Einstellung eine noch größere Auswahl an Videos in denselben Kategorien wie bei „Entdecken“ sowie Livestreams.
  • Die meisten Inhalte auf YouTube: Diese Auswahl enthält fast alle Videos auf YouTube, außer Inhalte mit Altersbeschränkung, und sie umfasst sensible Themen, die nur für ältere Jugendliche geeignet sein könnten.
YouTube mit Elternaufsicht

Diese Option ist für Eltern, die finden, dass ihre Kinder alt genug sind, YouTube selbstständig zu entdecken. Mithilfe von Nutzerfeedback, maschinellem Lernen und manuellen Überprüfungen legen wir fest, welche Videos geeignet sind. Wir wissen, dass unsere Systeme nicht unfehlbar sind, entwickeln sie aber ständig weiter.


Wir empfehlen, dass Eltern ihre Kinder auch weiterhin bei der Nutzung von YouTube begleiten und unterstützen. Als Starthilfe haben wir einen Leitfaden für Eltern zusammengestellt. Wir werden außerdem eine fortlaufende Kampagne mit Creatorn starten, die unter anderem über Themen wie Mobbing und Belästigung, Fehlinformationen und Digital Wellbeing sprechen.

Die App YouTube Kids und die neue Funktion YouTube unter Elternaufsicht laufen parallel

Neue Funktionen für Familien 

Wir wissen, wie wichtig es ist, ältere Kinder und Jugendliche einerseits auf einem sicheren Weg zu mehr Unabhängigkeit zu begleiten und den Eltern andererseits Möglichkeiten zu geben, diesen Weg über bestimmte Einstellungen ein wenig zu steuern. Deshalb können Eltern eine Reihe von Inhaltseinstellungen vornehmen und zusätzlich in den Kontoeinstellungen ihres Kindes den Wiedergabe- und Suchverlauf verwalten. Außerdem können Eltern auch Einstellungsmöglichkeiten von Family Link nutzen, wie zum Beispiel einen Timer für die Bildschirmnutzung. Im Laufe der Zeit werden wir weitere neue Jugendschutzeinstellungen hinzufügen, wie das Blockieren von Inhalten.

 

Die Kinder werden keinen großen Unterschied zur regulären YouTube-Version feststellen, allerdings werden bestimmte Funktionen zum Schutz der jüngeren Zuschauer deaktiviert. Wir liefern beispielsweise keine personalisierten Anzeigen oder Anzeigen in bestimmten Kategorien aus. Außerdem werden wir In-App-Käufe sowie die Erstellungs- und Kommentarfunktion bei der Einführung deaktivieren. Ausdrucksfreiheit und Gemeinschaftssinn gehören untrennbar zu YouTube und der Entwicklung von Kindern dazu – deshalb arbeiten wir gemeinsam mit Eltern und Experten an weiteren Funktionen, die dem Alter der Kinder und den Vorstellungen der Eltern entsprechen sollen.


YouTube Kids begeistert inzwischen über 35 Millionen wöchentliche Zuschauer und wird Eltern demnächst ein neues Tool bieten, mit dem sie individuelle Einstellungen für ihre Kinder vornehmen können.

Weiterentwicklung von YouTube Kids 

Die neuen Konten mit Elternaufsicht wurden für Eltern entwickelt, die finden, dass ihre älteren Kinder für die Nutzung von YouTube bereit sind. Für jüngere Kinder empfehlen wir jedoch weiterhin YouTube Kids, damit sie eigenständig Videos in einer sicheren Umgebung entdecken können.

 

YouTube Kids ist in über 80 Ländern verfügbar und wird inzwischen jede Woche von über 35 Millionen Zuschauern genutzt. Wir werden die Produktverfügbarkeit zukünftig weiter ausbauen, neue Funktionen hinzufügen und verschiedene neue Tools für Eltern anbieten, wie die häufig gewünschte Option zur Auswahl bestimmter YouTube-Videos und -Kanäle, auf die Kinder in YouTube Kids Zugriff haben sollen.

 

Wir wissen, dass wir hinsichtlich der Gestaltung dieser neuen Nutzungsvariante für Eltern von älteren Kindern und Jugendlichen noch einen langen Weg vor uns haben. Wir hoffen, dass wir damit langfristig älteren Kindern eine sicherere Umgebung zum Entdecken neuer Inhalte, zum Erlernen neuer Fähigkeiten und zum Austausch mit Gleichgesinnten bieten können, während Eltern zugleich mehr Möglichkeiten erhalten, ihre Kinder online zu begleiten.


Martin Drechsler ist Geschäftsführer des FSM e.V.

Die FSM bekräftigt den Wunsch von Eltern nach einer gesunden Mediennutzung 

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.), ein gemeinnütziger Verein, der sich mit Jugendmedienschutz in Onlinemedien befasst, äußert sich positiv zu den Änderungen. FSM-Geschäftsführer Martin Drechsler (Foto links) dazu: „Wir begrüßen diesen wegweisenden Schritt von YouTube, Eltern konkrete Möglichkeiten anzubieten, um die Nutzung der bei Kindern und Jugendlichen beliebten Videoplattform individuell und altersgerecht zu gestalten. Positiv hervorzuheben sind auch Optionen, die dabei helfen, gemeinsame Medienregeln mit Blick auf gesunde Balance von Mediennutzung und medienfreier Zeit im Alltag umzusetzen – ein sehr häufiger Wunsch von Eltern. Essentiell für die tatsächliche Nutzung der neuen Funktionen durch Familien sind die zielgruppengerechten Ressourcen, denn sie regen zu Gesprächen in der Familie über Medienerziehung an und helfen dabei, gemeinsam über Einstellungsmöglichkeiten zu entscheiden."