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Inside YouTube

Optimierung des Content ID-Systems für YouTuber

Durch David Rosenstein

Content Id Group Product Manager

Update, 1. November 2016: Im April haben wir bekannt gegeben, dass wir an der Entwicklung einer neuen Lösung arbeiten, mit der Videos auch dann monetarisiert werden können, wenn Einspruch gegen einen Content ID-Anspruch erhoben wurde. Heute haben wir gute Neuigkeiten für euch: Diese Option steht ab jetzt allen YouTubern im YouTube-Partnerprogramm zur Verfügung. Eine kleine Erinnerung zur Funktionsweise: Wenn sich der YouTuber und die Person, die Anspruch erhebt, zur Monetarisierung entschließen, liefern wir bei diesem Video weiterhin Werbeanzeigen aus und halten den generierten Umsatz zurück, bis das Content ID-Problem gelöst wurde.

Gegen Content ID-Ansprüche kann zwar zu jedem Zeitpunkt Einspruch erhoben werden, doch üblicherweise erfolgt der Einspruch innerhalb der ersten fünf Tage, nachdem ein Anspruch auf dein Video erhoben wurde. Dementsprechend wurde auch unser neues System konzipiert: Wenn ihr gegen einen Anspruch innerhalb der ersten fünf Tage nach Erhalt Einspruch erheben möchtet, halten wir den generierten Umsatz ab dem Zeitpunkt zurück, zu dem der Content ID-Anspruch erhoben wurde. Entscheidet ihr euch hingegen erst nach Ablauf von fünf Tagen zu einem Einspruch gegen den erhobenen Anspruch, halten wir den generierten Umsatz ab dem Zeitpunkt des Einspruchs zurück. Weitere Informationen zur Funktionsweise findet ihr hier.

Wie immer sind wir dankbar für jedes Feedback zu unseren Urheberrechtsverfahren. Wir arbeiten laufend daran, unsere Systeme zu verbessern und unsere Partner dabei zu unterstützen, leistungsstarke Marken aufYouTube aufzubauen und erfolgreiche Konzepte zu ihren eigenen Bedingungen umzusetzen.

- David Rosenstein, Content ID Product Manager

Chancengleichheit ist einer der wichtigsten Werte auf YouTube. Wir sind der Meinung, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, mit den eigenen Videos Einnahmen zu erzielen und aus Kanälen erfolgreiche Unternehmen zu machen. Aus diesem Grund haben wir vor neun Jahren das YouTube-Partnerprogramm ins Leben gerufen. Bis heute sind wir die einzige Plattform, auf der jeder mit einer Idee und einer Kamera sein Hobby zum Beruf machen kann.

Dieses Problem gehört aber wahrscheinlich bald der Vergangenheit an. Wir arbeiten derzeit an einer neuen Lösung, bei der Videos auch bei bestehenden Content ID-Ansprüchen monetarisiert werden können. Und so funktioniert's: Wenn sich der YouTuber und die Person, die Anspruch erhebt, zur Monetarisierung entschließen, liefern wir bei diesem Video weiterhin Werbeanzeigen aus und halten den generierten Umsatz zurück, bis das Content ID-Problem gelöst wurde. Danach erhält die berechtigte Partei die entsprechenden Einnahmen.

Wir arbeiten im Moment an diesem neuen System und hoffen, es in den kommenden Monaten allen YouTube-Partnern zur Verfügung stellen zu können. Hier eine genaue Übersicht der geplanten Funktionen:

Wir wissen, wie wichtig Umsätze für unsere YouTuber sind. Daher nehmen wir Bedenken über Umsatzverluste, die im Zusammenhang mit Content ID-Einsprüchen entstehen, sehr ernst. Derzeit können mit beanspruchten Videos, bei denen Einsprüche bestehen, keine Einnahmen erzielt werden. Das ist besonders ärgerlich, wenn sich bei einem Video, das in den ersten Tagen häufig aufgerufen wird, am Ende herausstellt, dass der Einspruch unbegründet war.



Wir stehen voll und ganz hinter dem Konzept "Fair Use" (angemessene Verwendung) und sind überzeugt davon, dass diese Optimierung von Content ID wirklich etwas verändert. Neben der Anpassung des Prozesses für Content ID-Einsprüche sind auch Bedenken der YouTuber im Hinblick auf urheberrechtliche Ansprüche bei Videos, die ihrer Meinung nach in die Kategorie "Fair Use" fallen, ein wichtiges Thema für uns. Wir möchten sowohl der YouTube-Community als auch den Rechteinhabern die Bedeutung des Konzepts "Fair Use" online näher bringen. Aus diesem Grund haben wir im vergangenen Jahr unser Programm zum Schutz von "Fair Use" eingeführt und kürzlich neue Hilfeartikel zu diesem Thema veröffentlicht.

Auch wenn in weniger als einem Prozent der Fälle Einspruch gegen Content ID-Ansprüche erhoben wird, lässt sich der Prozess unserer Meinung nach optimieren. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Content ID-Tools ordnungsgemäß verwendet werden. Deshalb kümmert sich ein eigenes Team darum, die Nutzung dieser Tools laufend zu überprüfen. Durch die Kombination aus Algorithmen und manueller Überprüfung konnte das Team allein im vergangenen Jahr Millionen ungültiger Ansprüche als erledigt erklären und Millionen weitere aufspüren, bevor sie Auswirkungen auf YouTuber hatten. Das Team ist außerdem befugt, den Zugriff auf Funktionen einzuschränken und sogar die Content ID-Tools für Partner zu sperren, wenn diese die Tools wiederholt missbrauchen. 

Wir werden auch weiterhin in Menschen und Technologien investieren, damit Content ID für YouTuber und Rechteinhaber auch in Zukunft ein wertvolles Tool bleibt. Vielen Dank an alle, die uns ihre Bedenken im Hinblick auf unerwünschte Auswirkungen von Content ID-Ansprüchen mitgeteilt haben. Dieses Feedback hat uns dabei geholfen, unsere Systeme für alle Beteiligten zu optimieren. Wir hoffen, schon bald weitere Neuigkeiten ankündigen zu können.