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Inside YouTube

Susan Wojcicki: Mein Halbjahres-Update für die YouTube-Community

  • Von Susan Wojcicki
  • CEO, YouTube
  • 16.Jul.2020
Die letzten Monate waren von schweren Schicksalsschlägen und Verlusten geprägt.

Menschen auf der ganzen Welt haben die verheerenden Folgen von COVID-19 zu spüren bekommen und mussten sich teilweise nicht nur mit Krankheit, Einsamkeit oder Arbeitslosigkeit auseinandersetzen, sondern standen auch vor zusätzlichen Herausforderungen bei der Betreuung ihrer Kinder.

Hinzu kommen die aktuellen Ausschreitungen und rassistischen Angriffe auf die Schwarze Community, mit der wir gemeinsam um die Opfer trauern. Tragödien wie diese führen uns immer wieder vor Augen, wie viel Leid systematischer Rassismus immer noch verursacht. Sie zeigen außerdem das Ausmaß der Pandemie, von der gerade Schwarze und andere ethnische Minderheiten in den USA und anderen Ländern besonders betroffen waren.

Black lives matter – das zählt auch für uns bei YouTube, und wir setzen alles daran, systematischen Rassismus aufzudecken und endgültig zu besiegen. Wir schließen uns dem Protest gegen die Tötungen von George Floyd, Breonna Taylor, Ahmaud Arbery und der unzähligen Opfer vor ihnen an.

Die schockierenden Ereignisse dieses Jahres erinnern uns daran, wie wichtig es ist, dass die Menschen zusammenhalten, und dass wir weiterhin für die Stärkung von Menschenrechten auf der ganzen Welt kämpfen müssen.

YouTube war von Anfang an ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen – und das bereits seit 15 Jahren. Und inmitten all dieser Unsicherheit, teilen Creator auch weiterhin Storys, die sonst wahrscheinlich niemand hören würde, und bringen dadurch ganze Communities online zusammen.

Support für die Schwarze Community



Wir sind stolz darauf, schon immer eine Plattform gewesen zu sein, auf der jeder eine Stimme hat. Wir haben zahlreiche Richtlinien und Funktionen entwickelt, die unsere Communities schützen sollen.

Doch uns wird bewusst, dass wir noch mehr tun müssen – im Speziellen für die Schwarze Community. Deshalb haben wir uns die folgenden Ziele gesetzt:

Der Schwarzen Community eine noch stärkere Stimme geben

Wir wollen als Plattform noch mehr dafür tun, den Worten und Sichtweisen der Schwarzen Community mehr Sichtbarkeit und Gehör zu verschaffen.


  • Wir verkünden heute, dass wir über die nächsten Jahre eine Summe von 100 Millionen US-Dollar dafür einsetzen werden, schwarzen Creatorn und Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihre Geschichten mit der ganzen Welt zu teilen und gehört zu werden. 
  • Ein Beispiel für den Content, den wir in Zukunft verstärkt hervorheben möchten, wird diesen Samstag, 13. Juni, seine Premiere feiern. Es wird ein von YouTube Originals (YTO) produziertes Fundraising-Event namens "Bear Witness, Take Action" sein, das ihr im Livestream verfolgen könnt. YTO wird Creator, Künstler und andere einflussreiche Persönlichkeiten und prominente Aktivisten für Diskussionen und musikalische Performances zusammenbringen und dabei Spenden für die Equal Justice Initiative sammeln. 
  • Außerdem werden wir auf unserem Spotlight-Kanal den ganzen Juni lang Beiträge zur Gleichberechtigung und gegen Rassismus hervorheben, inklusive aktueller Perspektiven aus der Schwarzen YouTube-Community, historischer Beiträge, lehrreicher Videos und Berichterstattung zu den Protesten. Bei allen Inhalten handelt es sich um wichtige Erfahrungen und Hintergründe zu dem Jahrhunderte andauernden Kampf für Gleichberechtigung.


Schutz vor Hass und Belästigung



Wir haben über die letzten Jahre zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um diverse Communities, inklusive Schwarzer Creator und Künstler, auf der gesamten Plattform vor Hass und Belästigung zu schützen. Letztes Jahr haben wir schließlich noch strengere Richtlinien gegen Hassrede und Belästigung festgelegt. Unsere aktualisierte Richtlinie gegen Hassrede macht es jetzt möglich, Videos zu sperren, in denen sich eine Gruppe in Bezug auf Herkunft, Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung und andere Merkmale über eine andere stellt, um somit Diskriminierung, Segregation und Ausgrenzung zu rechtfertigen.

Als Resultat dieser Änderungen und deren Durchsetzung wurden im letzten Quartal mehr als 100.000 Videos und 100 Millionen Kommentare mit Hassrede oder belästigenden Inhalten gesperrt.

Und es ist längst noch nicht alles getan.

Wir nehmen unsere Bemühungen der letzten Jahre zum Anlass, einmal genauer zu betrachten, wie gut unsere Richtlinien und Produkte den Anforderungen unserer Nutzer und insbesondere der Schwarzen Community gerecht werden und wo es noch Lücken zu schließen gibt. Und wir werden generell daran arbeiten, dass vor allem Schwarze Nutzer, Künstler und Creator ihre Storys teilen können, ohne dabei Hass, Rassismus oder jegliche Art von Belästigung und Diskriminierung erfahren zu müssen.

Seit Generationen kämpfen Schwarze Menschen in den USA für Gleichberechtigung, und uns ist bewusst, dass auf der ganzen Welt Menschen unter Diskriminierung und ungleichen Chancen leiden müssen.

Ich habe mir geschworen, besser zuzuhören – sei es den Schwarzen Angestellten hier bei YouTube, Schwarzen Creatorn, Schwarzen Künstlern, Anführern aus der Schwarzen Community oder den Schwarzen Nutzern, die tagtäglich auf YouTube unterwegs sind.

Es ist ein langer Weg zur absoluten Gleichberechtigung und wir werden in den nächsten Monaten und Jahren alles dafür tun, dieses Ziel zu erreichen.

Vertrauenswürdige Informationen verantwortungsbewusst für alle verfügbar machen



Eine weitere Priorität war es in den letzten Monaten, Menschen während der Ausbreitung des Coronavirus Zugang zu vertrauenswürdigen Informationen zu ermöglichen. Unsere Teams begannen, sich mit den Gesundheitsbehörden in über 90 Ländern in Verbindung zu setzen, um lokal relevante Informationen auf unserer Startseite und in speziellen Infobereichen in Videos und Suchergebnissen zu COVID-19 zu veröffentlichen. Diese Informationen wurden insgesamt über 200 Milliarden Mal angezeigt.

Darüber hinaus gab es auf YouTube in über 30 Ländern einen speziellen Bereich mit Eilmeldungen rund um COVID-19 – mit Videos von Gesundheitsbehörden und Nachrichtenorganisationen. Wir haben herausgefunden, dass wenn Nutzer auf YouTube nach Beiträgen zum Coronavirus suchen, im Durchschnitt 94 % der Videos in den Top-10-Suchergebnissen von den Kanälen höherer Autoritäten stammen. Für uns ist das ein bedeutender Fortschritt, auch wenn wir daran arbeiten, diese Nummer noch zu erhöhen.

Zusätzlich zur Bereitstellung vertrauenswürdiger Informationen haben wir uns auf der anderen Seite darauf konzentriert, gegen die Verbreitung von schädlichen oder falschen Informationen vorzugehen. Wir stehen in ständiger Verbindung mit Gesundheitsbehörden wie der WHO und lokalen Organisationen wie den US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC), dem südkoreanischen Ministerium für Gesundheit und Soziales, und dem indischen Ministerium für Gesundheit und Familienfürsorge, sowie Experten aus dem Medizin- und Gesundheitswesen, um unsere Richtlinien an die neuesten Erkenntnisse anzupassen. Wir haben unsere Richtlinien überarbeitet, damit medizinische Falschinformationen, wie beispielsweise die Behauptung, das Virus sei nur ein Schwindel oder dass es ein garantiertes Heilmittel gäbe, nicht weiter verbreitet werden. Bis zum heutigen Stand haben wir über 200.000 Videos entfernt, die gegen diese Richtlinien verstoßen.

Wir wissen auch, wie wichtig es ist, die Meinungen und Sichtweisen einer breiten Masse im Zuge der öffentlichen Debatte abzubilden. Gerade in Bezug auf das Krisenmanagement verschiedener Regierungen, das Wiederhochfahren der Wirtschaft und die Arbeit der Gesundheitsämter und anderer offizieller Behörden gibt es jede Menge unterschiedliche Meinungen und Kritik. Wir wollen eine Plattform für diese wichtigen Diskussionen bieten, aber gleichzeitig auch Desinformation bekämpfen.

Auch Creator spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Nutzer mit hilfreichen Informationen zu versorgen. Dazu haben vierzig bekannte Creator mit führenden Persönlichkeiten aus dem Gesundheitswesen gesprochen. Zum Beispiel gibt es von einigen Creatorn Interviews auf Spanisch mit Dr. Jaime Sepúlveda oder auch Gespräche zwischen Dr. Anthony Fauci und Trevor NoahDr. MikeLilly Singh und Phil DeFranco. Außerdem sprachen Dr. Regina Benjamin und Dr. Georges Benjamin mit Schwarzen Creatorn über die Auswirkungen von COVID-19 auf die afroamerikanische Community. Die Interviews der Creator wurden über 43 Millionen Mal und in über 160 Ländern angesehen.

Darüber hinaus haben mehr als 700 Creator und Künstler bei der #withme-Kampagne von YouTube mitgemacht, um Nutzer dazu zu animieren, zu Hause zu bleiben, und andere wichtige Informationen zur Eindämmung des Virus hervorzuheben.

Mit über 3 Milliarden Impressionen haben diese öffentlichen Mitteilungen Menschen auf der ganzen Welt erreicht.

Unser Dank geht an alle Creator, die mit dieser Initiative ein echtes Zeichen gesetzt haben.

Lernen



YouTube wurde schon immer viel zum Lernen genutzt, aber gerade in letzter Zeit erleben wir einen regelrechten Boom. In den letzten 3 Monaten hat sich die durchschnittliche tägliche Wiedergabe von Videos mit "Homeschooling" im Titel weltweit mehr als verdreifacht.

Mit der Schließung der Schulen mussten die Schüler fortan von zu Hause lernen. Die ersten Beiträge, die wir zu ihrer Unterstützung auf Learn@Home veröffentlicht haben, waren Livestreams von The College Board, um Highschool-Schüler fit für die Advanced-Placement-Tests zu machen, die im Mai als Vorbereitung auf das College stattfinden. Die Nachfrage übertraf unsere Erwartungen bei Weitem: Vom ersten Tag an wurden die Livestreams über 700.000 Mal aufgerufen. Die Schüler, die sich mithilfe der täglichen Livestreams auf ihre Tests vorbereiteten, erhielten unerwartet prominente Unterstützung von Lin-Manuel Miranda, der vor Kurzem eine Sonderausgabe einer Masterclass über die Geschichte der USA präsentierte.

Auch viele Creator haben Schüler mit Livestreams dabei unterstützt, motiviert zu bleiben und zu Hause weiterhin zu lernen, zum Beispiel die Khan AcademyMark Rober oder 3Blue1Brown. Außerdem gab es neue Möglichkeiten für Kinder zum Mitlesen, beispielsweise von dem US-amerikanischen Sender PBS Kids gemeinsam mit Michelle Obama oder Dolly Partons wöchentliche Serie "Goodnight with Dolly".

Die Schüler haben auf YouTube sogar Ersatz für den fehlenden Sportunterricht gefunden. Sendungen wie "PE with Joe" haben sie dabei unterstützt, fit zu bleiben oder ihr Kinderzimmer spontan zur Tanzfläche zu machen, z. B. bei "KIDZ BOP".

Möglichkeiten schaffen, sich online zu vernetzen und Communities zu gründen



Unsere Kinder zu Hause nutzen das Internet nicht nur zum Lernen, sie feiern gemeinsam Feiertage, Geburtstage und veranstalten sogar Übernachtungspartys mit ihren Freunden – alles virtuell.

Wir finden neue Wege, um in Verbindung zu bleiben, und gerade bei YouTube erleben wir, wie Communities Menschen online zusammenbringen.

Die Leute nutzen Livestreams mehr als je zuvor. Die Wiedergabedauer von Livestreams auf dem Fernseher stieg zum Höhepunkt der Quarantänemaßnahmen weltweit um 250 % im Vergleich zum Vorjahr.

Livestreams helfen uns aber auch, wichtige Ereignisse in unserem Leben nicht zu verpassen. – zum Beispiel Abschlussfeiern. Um diesen bedeutsamen Meilenstein zu feiern, haben wir die Online-Abschlussgala #DearClassof2020 organisiert. Zu den prominenten Rednern und Künstlern gehörten unter anderem Barack Obama, Lady GagaDude PerfectJackie AinaThe Try GuysMalala Yousafzai, der ehemalige US-Verteidigungsminister Robert M. Gates, die frühere US-Außenministerin Condoleezza Rice und Google-CEO Sundar Pichai.

Creator haben außerdem Initiativen ins Leben gerufen, um globale Hilfsorganisationen zu unterstützen, wie beispielsweise jacksepticeye mit seinem Livestream #HopeFromHome, über den er Spenden für die Organisation United Way gesammelt hat. Im Vereinigten Königreich haben sich Creator für den Stream #WithMe zusammengeschlossen, um live Spenden für den NHS zu sammeln. Und auch im asiatischen Raum haben sich verschiedene Künstler und Creator für ein Benefizkonzert unter dem Motto One Love Asia zugunsten von UNICEF zusammengetan.

Diese Beispiele zeigen uns, was die Community auf YouTube alles bewegen kann und dass es sich lohnt, diesen positiven Einfluss noch weiter auszubauen. Deshalb haben wir dieses Jahr die Möglichkeit, unseren Spenden-Button auf seinem Kanal einzubinden, ausgeweitet, sodass statt nur 1.500 Kanälen jetzt ganze 40.000 Kanäle darüber Spenden für einen guten Zweck ihrer Wahl sammeln können.

Aus neuem kreativen Potenzial schöpfen



Selbst in diesen schweren Zeiten sehen wir das beispiellose kreative Potenzial unserer Community. Von High-End-Studios bis hin zur Hinterhofproduktion – unsere Creator sind wahre Experten in Sachen Videoproduktion für jeden Zweck. Nur deshalb war es ihnen auch möglich, sich schnell an die veränderte Situation anzupassen und die neue Realität in ihre Inhalte mit einzubeziehen, egal ob Yogavideos zum Stressabbau oder Tipps für den Alltag in Quarantäne.

Und sogar Musiker bringen ihre Fans online zusammen, indem sie YouTube zu ihrer virtuellen Konzertbühne machen. Bands wie die Rolling StonesRadiohead oder Grateful Dead veröffentlichen jede Woche Live-Aufnahmen, damit ihre Fans auch zu Hause nicht auf Konzerte verzichten müssen. Die brasilianische Sängerin Marília Mendonça hat letzten Monat von ihrem eigenen Zuhause aus ein Livekonzert gestreamt, das mehr als 20 Millionen Zuschauer gesehen haben.

Wir freuen uns außerdem über viele andere kulturelle Einrichtungen, die einen eigenen YouTube-Kanal erstellen oder ihren bestehenden ausbauen. Durch sie erhalten unsere Nutzer die Gelegenheit, sich beispielsweise die legendären Aufführungen des Bolschoi-Balletts, wöchentliche Musical-Veröffentlichungen von Andrew Lloyd Webber auf The Shows Must Go On und Shakespeare-Stücke vom The Globe Theatre anzusehen.

Doch es gibt auch jede Menge völlig neue Formate, die während der Quarantänemaßnahmen entstanden sind. Da wäre zum Beispiel die erste virtuelle Modenschau auf YouTube und ein globales Filmfestival, komplett per Stream.

Und auch Gaming-Creator konnten neue Zielgruppen für sich gewinnen. Die Livekonzerte von Flakes PowerMuselkAvxryValkyrae und anderen Gaming-Creatorn kommen auf insgesamt 100 Millionen Aufrufe auf YouTube.

Wir danken allen Creatorn und Organisatoren, die in dieser Zeit neuen Content veröffentlichen, seien es Tipps für die Arbeit im Homeoffice oder die Handwerkertipps eines Vaters, der seinen eigenen YouTube-Kanal gegründet hat, um Menschen zu erklären, wie sie ein Regal anbringen oder einen verstopften Abfluss wieder freibekommen.

Es spielt keine Rolle, ob ihr gerade mal hundert oder schon Millionen von Views habt – für irgendjemanden auf der Welt habt ihr den Tag ein klein wenig besser gemacht und genau darauf kommt es an.

Updates für YouTube Creator



Als sich die Creator den Herausforderungen der Pandemie stellten, hatten sie auch mit einigen Hürden zu kämpfen. Wir wissen, dass die Unsicherheit der letzten Monate für viele nicht einfach war und unser Team sucht nach Lösungen, um euch so gut wie möglich zu unterstützen. Im März haben wir unsere Richtlinien angepasst, um Anzeigen für Inhalte von Creatorn und Organisationen zu ermöglichen, die sich mit dem Coronavirus befassen.

Da der Anzeigenmarkt jedoch oft Schwankungen unterliegt, empfehlen wir Creatorn, auch in andere Möglichkeiten zur Monetarisierung zu investieren, um ihren Umsatz auf möglichst viele Wege zu steigern. Seit Anfang März haben über 2 Millionen Zuschauer Creator mit dem Kauf von Super ChatsSuper Stickern oder Mitgliedschaften auf YouTube unterstützt.

Die Zahl der Creator, die den Großteil ihres YouTube-Umsatzes über Mitgliedschaften und bezahlpflichtige digitale Waren generieren, wuchs seit Januar um 40 %.

Und jetzt, wo immer mehr Künstler auf YouTube live gehen, werden wir die Verfügbarkeit des Super Chats und der Super Sticker auf noch mehr Kanäle ausweiten.

Wir haben dieses Jahr außerdem daran gearbeitet, Creatorn mehr Kontrolle über ihre Monetarisierungsstrategien zu geben, und unsere Richtlinien transparenter zu gestalten, indem wir die Möglichkeit zur Selbstzertifizierung allen Creatorn im YouTube-Partnerprogramm (YPP) zur Verfügung stellen. Bei der Selbstzertifizierung teilen uns die Creator mit, worum es in ihrem Video geht und ob es den Richtlinien für werbefreundliche Inhalte entspricht.

Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, gab es in den letzten Wochen vermehrt Fragen zu Paragraf 230, einer Gesetzgebung der Vereinigten Staaten, die es YouTube ermöglicht, einerseits eine offene Plattform zu sein und andererseits die Community vor schädlichen Inhalten, wie beispielsweise gewaltverherrlichenden Bildern oder Inhalten, die Kinder gefährden könnten, zu schützen. Wir denken, dass eine Aushebelung des Paragrafen 230 nicht nur unsere Möglichkeiten, die Nutzer zu schützen, stark einschränken würde, sondern auch die Meinungsvielfalt zahlreicher Creator aus dem gesamten politischen Spektrum negativ beeinflussen könnte. Eine solche Änderung könnte dazu führen, dass Onlinedienste wie YouTube Inhalte zu sehr filtern müssten, wodurch es für Creator immer schwerer wird, wichtige Nachrichten zu teilen, Lerninhalte zu erstellen, Ungerechtigkeiten aufzudecken und unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen abzubilden.

Wir werden auch weiterhin in eurem Interesse darüber aufklären, was es für Auswirkungen auf die globale Creator-Community hätte, wenn es Paragraf 230 nicht mehr gäbe.

Psychische Gesundheit



YouTube-Creator waren schon immer für ihre ehrliche und offene Art bekannt und ich schätze es, wie offen sie mit den Herausforderungen der Pandemie umgegangen sind. Es ist für alle wichtig, dass wir unsere psychische Gesundheit und unser Wohlergehen an allererste Stelle setzen.

Tagtäglich suchen zahlreiche Menschen auf YouTube nach Informationen und Ressourcen zu diesem Thema. Dies zeigt uns, dass es ein immenses Potenzial gibt, mehr über unterschiedliche gesundheitliche Probleme aufzuklären.

Die Aufrufe von Meditationsvideos und Inhalten zu den Themen Achtsamkeit und Wohlbefinden sind in den letzten Monaten um 45 % gestiegen.

Unsere Teams haben vor Kurzem außerdem weitere Tools entwickelt, die Nutzern dabei helfen sollen, mehr auf ihr eigenes Wohlbefinden zu achten. Zusätzlich zur Funktion "eine Pause machen", die Nutzern hilft, die Zeit, die sie auf YouTube verbringen, besser zu kontrollieren, gibt es jetzt eine neue Erinnerungsfunktion für die Schlafenszeit.

Außerdem haben wir uns im Rahmen unserer "Get By #WithMe"-Kampagne mit verschiedenen Creatorn zusammengetan, um Videos wie "Why Support Helps" mit Kati Morton besonders hervorzuheben. Creator wie Kati helfen dabei, über psychische Krankheiten aufzuklären und so der Stigmatisierung von betroffenen Menschen entgegenzuwirken.

Die letzten Monate waren für uns alle eine große Herausforderung und es liegt immer noch ein weiter Weg vor uns. Aber selbst in diesen schwierigen Zeiten findet man auf YouTube jeden Tag kleine Hoffnungsschimmer. Eure Hingabe und Kreativität sind durch und durch inspirierend.

Danke für all den Support, den ihr euch gegenseitig gebt und für das, was ihr an die Community zurückgebt.

Ihr seid der Beweis, dass es sich lohnt, auf das Gute zu vertrauen, wenn das Leben gerade nicht nach Plan läuft.

Danke, dass ihr Teil unserer Community seid. Egal, ob ihr euch mit den Menschen in eurer Stadt oder auf der ganzen Welt vernetzt – es sind eure vereinten Stimmen, die etwas bewegen.