Neue Studie zeigt: So motiviert YouTube zu mehr Bewegung in Deutschland

Der digitale Fitness-Coach im Wohnzimmer


Fitnessprofessor auf YouTube

Die Suche nach der Motivation für Sport und Bewegung außerhalb der eigenen vier Wände scheitert im hektischen Alltag oft an denselben Hürden: starre Kurspläne, teure Studiomitgliedschaften oder eine leistungsorientierte Fitness-Atmosphäre im Studio. Doch in den letzten Jahren hat sich eine stille, aber einflussreiche Transformation vollzogen: YouTube hat sich von einer reinen Unterhaltungsplattform zu einer treibenden Kraft für Sport und Bewegung in Deutschland entwickelt.

Wir beobachteneinen Umschwung rund um Fitness: Bewegung wird jederzeit und überall verfügbar. Grundlage dieser Beobachtung ist die aktuelle Censuswide-Studie*, die das Verhalten der Generation Z (18–28 Jahre) und der Millennials (29–44 Jahre) in Deutschland detailliert untersucht hat. Die Daten belegen eindrucksvoll, dass der digitale Coach im Wohnzimmer längst kein Nischenphänomen mehr ist, sondern einen neuen Standard für die deutsche Fitness-Kultur setzt.

Move with YouTube

Der Aktivitäts-Boom: Von Zuschauenden zu Akteur:innen

Der Konsum von bewegungsbezogenen Videoformaten führt direkt in die Umsetzung. Die Studie zeigt, dass der Wandel von der passiven Betrachtung zur aktiven Ausübung massiv ist: 83 % der Gen Z und 82 % der Millennials in Deutschland geben an, dass sie ihr Aktivitätsniveau gesteigert haben, seit sie entsprechenden Content auf der Plattform schauen.

Diese signifikante Steigerung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer beispiellosen Barrierefreiheit. Ohne finanzielle Einstiegshürden oder Anfahrtswege wird Bewegung in den Alltag integriert. Die Censuswide-Umfrage untermauert diesen Trend: 83 % der Gen Z in Deutschland geben an, dass sie ihr Aktivitätsniveau gesteigert haben, seit sie bewegungsbezogene Inhalte auf YouTube schauen.

Ganzheitliches Wohlbefinden: Mentaler Ausgleich und Produktivität

In der modernen Fitness-Welt verschwimmen die Grenzen zwischen physischer und mentaler Gesundheit. YouTube-Beiträge fungieren hierbei oft als Brücke: 78 % der Gen Z und mehr als 80 % der Millennials berichten von einer spürbaren Verbesserung ihres allgemeinen Wohlbefindens durch die Nutzung dieser Angebote.

Die psychologische Komponente ist dabei ein zentraler Treiber. 65 % der Gen Z nutzen die Formate gezielt zur Entspannung und Stressreduktion, während mehr als 68 % überzeugt sind, dass die gesteigerte Bewegung ihr emotionales Wohlbefinden direkt fördert. Dieser Effekt strahlt auch auf die Leistungsfähigkeit aus: Über 60 % der Gen Z fühlen sich durch die zusätzliche Bewegung produktiver in ihrem täglichen Schaffen.

Besonders für die Millennials bietet die Plattform einen wichtigen Motivationsanker: 78 % dieser Altersgruppe geben an, dass der Content sie dazu motiviert, insgesamt besser auf ihren Körper achtzugeben. Ein wichtiger psychologischer Faktor ist dabei das Belohnungssystem, denn 70 % der Millennials empfinden ein tiefes Erfolgserlebnis (Sense of Accomplishment), wenn sie Workouts auf der Plattform abschließen.

Move with YouTube

Die Neudefinition von „Bewegung“

Dieser Fokus auf das ganzheitliche Wohlbefinden führt zwangsläufig zu einem Paradigmenwechsel: Der enge, oft einschüchternde Begriff des „Sports“ wird durch den inklusiveren Begriff der „Bewegung“ (Movement) ersetzt. YouTube-Creator:innen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Sport nicht mehr nur leistungsorientierten Vereinen oder Studios stattfindet, sondern als Teil der allgemeinen Alltagskultur verstanden wird.

Interessant ist auch der Gender-Aspekt innerhalb der Gen Z: Während 55 % der Männer dieser breiten Definition zustimmen, liegt die Zustimmung bei den Frauen mit 65 % deutlich höher.

Die Top-Formate im Überblick

Ein Blick auf die meistgenutzten Beiträge zeigt, dass die Interessen der beiden Generationen nahezu identisch sind. Die folgende Rangliste der Top-5-Inhalte gilt gleichermaßen für die Gen Z als auch für die Millennials in Deutschland:

  1. Krafttraining oder Bodyweight-Workouts (Eigengewichtsübungen)
  2. Allgemeine Fitness-Ratschläge oder Tutorials
  3. Stretching und Mobilitätsübungen
  4. Yoga
  5. Kampfsport (Martial Arts)

Move with YouTube

Barrierefreiheit und Selbstvertrauen: Der psychologische Durchbruch

Warum ist YouTube so erfolgreich darin, Menschen in Bewegung zu setzen? Weil Creator:innen die psychologische Hemmschwelle massiv senken. Mehr als 69 % der Gen Z und 75 % der Millennials empfinden körperliche Betätigung durch die Plattform als zugänglicher. Dieser niederschwellige Zugang stärkt das Selbstvertrauen: Mehr als 77 % der Gen Z und 75 % der Millennials fühlen sich durch die Unterstützung von YouTube-Creator:innen sicherer darin, neue Sportarten oder Bewegungsformen überhaupt erst auszuprobieren.

Für die Generation der Millennials (29–44 Jahre) spielt die Plattform zudem eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung eines oft überfrachteten Alltags zwischen Karriere und Familie. 54 % der Millennials, die ihre Aktivität gesteigert haben, nennen die zeitliche Flexibilität des Konsums von YouTube-Inhalten als Hauptgrund für die Steigerung. Die Möglichkeit, das Training exakt in den eigenen Zeitplan zu pressen, ist für diese Altersgruppe der kritische Erfolgsfaktor.

Dabei lassen sie sich von Creator:innen auf sehr spezifische Weise inspirieren. Millennials schätzen vor allem:

  • Die kontinuierliche Motivation und Ermutigung, aktiv zu bleiben.
  • Die Vielfalt der Workout-Stile, die das Training abwechslungsreich halten.
  • Die Vermittlung von Expertenwissen, um die eigene Ausführung und Fitness fundiert zu verbessern.

Fazit: Ein neuer Standard für die persönliche Fitness

Die Daten der Censuswide-Studie 2025 belegen: YouTube ist weit mehr als eine Mediathek für Workout-Videos – die Plattform ist ein Katalysator für eine gesündere Gesellschaft. Sie hilft Menschen dabei, langfristige Gewohnheiten zu etablieren, was besonders bei der Gen Z deutlich wird, von der 59 % angeben, durch YouTube eine feste Fitness-Routine entwickelt zu haben.

Durch die Kombination aus fachlicher Tiefe, emotionaler Motivation und maximaler Flexibilität setzt die Digitalisierung der Bewegung neue Maßstäbe für die Prävention in Deutschland.

*Umfrage von Censuswide im Auftrag von YouTube (Zeitraum: April & Mai 2025) unter 1.500 Teilnehmer*innen in Deutschland aus der Generation Z (18–28 Jahre) und den Millennials (29–44 Jahre), die zumindest gelegentlich YouTube-Kanäle mit Inhalten zum Thema Bewegung ansehen.